Eastern Airways stellt Betrieb definitiv ein
Die britische Regionalfluggesellschaft Eastern Airways musste Insolvenz anmelden, nachdem ein wichtiger Vertrag in letzter Minute platzte. Der Flugbetrieb wurde eingestellt.
Die 1997 gegründete und am Flughafen Humberside ansässige Airline bediente Inlandsflüge in Nordengland und Schottland sowie eine Strecke nach London Gatwick.
Die sofortige Einstellung des Flugbetriebs erfolgte nach der Kündigung eines Vertrags mit KLM Cityhopper, im Rahmen dessen Eastern Airways vier Flugzeuge für die niederländische Fluggesellschaft betreiben sollte. Nach dem Scheitern der Vereinbarung stellte die Airline am 27. Oktober alle Flüge ein und informierte die Passagiere über die Einstellung des Flugbetriebs.
Kurz darauf wurden Insolvenzverwalter von RSM bestellt, doch trotz laufender Gespräche mit potenziellen Investoren kam es letztendlich nicht zu einer Rettungsvereinbarung. Berichten zufolge hatte die Fluggesellschaft mehrere Angebote erhalten, darunter auch solche, die aufgrund ihres regionalen Streckennetzes und ihrer Markenbekanntheit den Flugbetrieb wiederaufnehmen wollten, doch keines führte zu einem Abschluss.
Rund 290 Mitarbeiter – darunter Piloten, Kabinenpersonal und Verwaltungsangestellte – verloren infolge der Insolvenz ihre Arbeitsplätze. Obwohl eine Umstrukturierung oder der Verkauf von Vermögenswerten, der einen Neustart unter einem neuen Eigentümer ermöglicht hätte, erwogen worden war, haben die Insolvenzverwalter nun bestätigt, dass das Liquidationsverfahren fortgesetzt und die verbleibenden Vermögenswerte verkauft werden.
Das plötzliche Scheitern der Fluggesellschaft unterstreicht die Anfälligkeit regionaler Fluggesellschaften, die von geringen Gewinnmargen und wichtigen Subunternehmerverträgen abhängig sind, insbesondere wenn bedeutende Partnerschaftsabkommen kurzfristig gekündigt werden.